Stichwort: Diesel     Berliner Morgenpost

Diesel ist ein Kraftstoff für den gleichnamigen Motor mit Selbstzündung, den der deutsche Ingenieur Rudolf Diesel 1893 bis 1897 zusammen mit der Maschinenfabrik Augsburg und der Firma Krupp entwickelte. Für schnelllaufende Motoren werden Gasöle aus der Erdölverarbeitung, das heißt Kohlenwasserstoffe mit einem Siedebereich zwischen 170 und 360 Grad Celsius, verwendet. Wichtigstes Qualitätskriterium ist die Zündwilligkeit. Eine geringe Zündwilligkeit verschlechtert das Startverhalten.

Dieselabgase stehen unter Verdacht, extrem gesundheitsschädlich zu sein. So beweisen schwedische und britische Studien, dass gesunde Menschen, die Dieselabgasen ausgesetzt wurden, im Blut und in den Atemwegen Anzeichen für akute Entzündungen zeigten. Zudem entdeckten japanische Wissenschaftler 1997 im Diesel-Kraftstoff eine krebsauslösende Substanz namens Nitrobenzanthron. Sie soll die stärkste bislang festgestellte Fähigkeit haben, Krebs auszulösen.