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168-3 21.06.2006 00:52 Andy

Betreff: Antwort - Brennstoffzellen - Ergänzung zu 168-2

Bevor sich jemand vor den Kopf gestoßen fühlt (und am Ende noch etwas als Pro-Diesel-Argument ausgelegt werden könnte *g* ), tippe ich lieber noch eine kleine Ergänzung:
 
Ich will mit ein paar meiner Aussagen auf einen reifen Umgang der Kulturen miteinander hinaus.
Ob die Amis wegen des Öls den Irak bombardieren oder nicht, sagt nichts darüber aus wie viel Öl es dort gibt. Wenn Multis in Afrika Kriege finanzieren, so hat das auch nichts mit den vorhandenen Mengen zu tun, sondern ist die brutalste aller Geschäftsmethoden. Imperialisten kaufen mit Waffengewalt ein - einkaufen ginge aber auch anders.
Genauso sieht es doch auch bei der Biomasse aus. Hier sieht die Welt heil aus, weil woanders Raubbau an Wäldern betrieben wird und in weiterer Folge Menschen im Hochwasser ersaufen.
Irgendwie erinnert mich das an Markenkleidung, die von Kindern in der 3. Welt genäht wurde.
Mit fairem Handel hat keines der oben genannten Beispiele etwas zu tun.
Wir brauchen andere Länder, das sollten wir akzeptieren und uns dessen bewusst werden. Genauso bewusst sollten wir auch mit ihnen umgehen.
 
Ich mag (medial verbreitete) Lügen nicht und mag das Spielen mit Ängsten nicht, denn wahrscheinlich kaufen sich nicht wenige Leute aus Angst vor der arabischen Welt und dem Versiegen der Ölquellen einen "vernünftigen" Diesel, glauben wahrscheinlich diesen notfalls mit Rapsöl betanken zu können. Das Resultat ist bekannt.
 
Der Thematik Brennstoffzelle/Wasserstoff stehe ich positiv gegenüber, weil dann selbst Benziner (geschweige denn Dieselstinker) mit ihren Abgasen schlecht dastehen (gar nicht so sehr das CO2, sondern die anderen) und als "Fortschritt" akzeptiere ich nur, was den einzelnen Menschen weiterbringt, sein Umfeld lebenswerter macht (hat nix mit Bequemlichkeit zu tun, so z.B.: kann Mündigkeit verdammt unbequem sein)
 
Grüße,
Andy
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Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. - Benjamin Franklin.