Beitrag Nr. Datum: Zeit: Name:
147-1 31.03.2005 22:15 G.Moser

Betreff: Antwort - Dass Diesel-Abgase schädlich sind, ...

Sehr geehrter Herr Ecker! 

Ich darf zu Ihrer geschätzten Kenntnisnahme anmerken, dass Dieselruss der Hauptverursacher  des bodennahen und damit gesundheitlich relevanten Feinstaubes ist, welcher sich proportional zur Anzahl der Dieselfahrzeuge verhält.

Bitte werfen Sie einen Blick auf die auf dieser Seite zahlreich vorhandenen Berichte und Untersuchungsergebnisse. Ihr zitierter 5%iger Anteil an den gesamtösterreichisch emittierten Feinstpartikeln entspringt dem Wunschdenken von Automobilherstellern und diversen diesen nahestehenden Organisationen und kann nur als Realitätsverweigerung bezeichnet werden.     

Möglicherweise ist Ihnen entgangen, dass mehr als 90 Prozent der innerstädtischen Dieselruss-Emissionen von Diesel-PKW verursacht werden, welche durch den von Ihnen zitierten kleinen Mann (sofern Sie darunter die Mehrheit der Bevölkerung verstehen) gefahren werden. Wenn also im Großen angefangen werden sollte, das Problem zu lösen, dann doch wohl nur dadurch, dass besagtem kleinen Mann nahegelegt wird, sein Fahrzeug schnellstmöglich mit einem Partikelreduktionssystem auszustatten, ihn dazu zu bewegen, beim nächsten Autokauf ev. an eine Alternative zu seinem Diesel zu denken, sowie durch Aufhebung der Ungleichbesteuerung von Benzin und Diesel die Anschaffung eines Diesels unattraktiv zu machen.   

Lt. Bericht der EU-Kommission sterben an den Folgen des Feinstaubes allein in Deutschland pro Jahr etwa 65.000 Menschen, abgesehen von den zigtausend Erkrankungen. Lt. Greenpeace stirbt jeder 39. Anrainer stark befahrener Straßen an den Folgen von Dieselruss, der Dieselgestank ist nahezu allgegenwärtig. 1993 wurde Asbest gesetzlich verboten. Jetzt erst steigen die Lungenkrebsraten bei jenen, welche mit Asbest gearbeitet haben. Die statistische Karzogenität von Dieselruss ist weitaus höher als jene von Asbest. Das Szenario, was in einigen Jahren analog dazu als Auswirkung des Dieselbooms passieren könnte, kann sich heute vermutlich niemand vorstellen....

....doch Sie finden die derzeitige Diskussion ein wenig überzogen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Moser
 

PS: Mein Name, wie auch die Intention dieser Seite sind bekannt. Welche weiteren Informationen Sie als „ordentliches“ Impressum wünschen würden, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht geben Sie mir gelegentlich einen Einblick in Ihre Vorstellungen. Würde es die von Ihnen zitierte Diesel-Lobby nicht geben, gäbe es auch kein Diesel-Problem und auch diese Seite wäre obsolet.  

Wenn Sie die Veröffentlichung von eben dieser Diesel-Lobby zurückgehaltenen Informationen, Untersuchungsergebnissen, und kritischen Anmerkungen zu einer bedenklichen Entwicklung als Hetzparolen interpretieren, denke ich, dass Sie die Tragweite der Problematik nicht verstanden haben.