Beitrag Nr. Datum: Zeit: Name:
102 09.07.2001 09:27

Betreff: Warum überhaupt Diesel

Hallo zusammen!

Ich bin selbst ein Dieselfahrer! Ich bin aber ebenfalls dafür, dass der Einbau von Partikelfiltern gesetzlich vorgeschrieben wird.

Ich fahre derzeit aus 2 Gründen Diesel:

1. der finanzelle Aspekt.

Ich fahre im Jahr rd. 30.000 km und spare mir dadurch im Vergleich zu einem gleichstarken Benziner rd. ATS.

Der Wert errechnet sich wie folgt: Verbrauch Diesel: ca. 5,5 l / 100 km (Audi A4 1.9 TDI 130 PS) * 300 (für 30.000 km) sind 1650 liter Diesel pro Jahr. Bei einem Preis von rd. 10,-- (ich tanke allerdings seit langem Biodiesel mit einem preis von deutlich unter 10,--) sind das pro jahr rd. 17.000,-- für Treibstoffkosten.

Der gleichstarke Benziner (Audi A4 2.0) hat einen Verbrauch von 8,1 Liter bei einem durchschnittlichen Preis von 13,-- ATS (optimistische Schätzung). Das ergibt im Jahr Treibstoffkosten von ca. 32.000,--.

Ersparnis beim Diesel: 15.000,-- PRO JAHR!!!!

Dem muß man natürlich die höheren Anschaffungskosten des Diesels entgegensetzten. Der Diesel kostet 399.500,--, der Benziner 395.000,--. Wenn man allerdings ein paar Extras ordert, und diese beim Benziner aufgrund des höheren Verbrauchs mit 10% nova besteuert werden, beim Diesel aber nur mit 7% ist der Preisvorteil beim Benziner noch geringer. In meinen speziellen Fall wäre der Benziner um ganze 3000,-- billiger als der Diesel. Dies amortisiet sich bereits nach 3 Monaten.

Da die Versicherung in Österreich für Benziner und Diesel gleich hoch sind, braucht nur noch der höhere Service-Aufwand des Diesels mitberechnet werden. Ich nehme hier einmal an, dass der Mehraufwand pro Jahr 5.000,-- ATS beträgt (was sicher ein zu hoher wert ist).

Dadurch ergibts sich eine Ersparins von immer noch 10.000,-- pro Jahr.

(Nachdem hier immer wieder argumentiert wird, dass sich Dieselfahrer nur scheinbar Geld sparen können, da deren kurzsichtige Denkweise eine realistische Kalkulation nicht zulässt bin auf Gegenargumentation schon gespannt!)

Der 2. Grund für mich war der, dass ich mein Fahrzeug mit ausschließlich erneuerbarer Energie (Biodiesel) betreiben kann, und dadurch zu einer ausgeglichenen CO2 Bilanz beitrage.

Weiters kann ich die Argumentation hier zum Teil nicht ganz verstehen. Es wird immer vom beissenden Gestank der Dieselfahrzeuge (insbesondere der Diesel-PKW) gesprochen. Moderne Dieselfahrzeuge sind bereits mit einem oxidations-Katalysator ausgestattet. Dies hat zur Folge, dass der typische Dieselgeruch (nach der Warmlaufphase) nicht oder nahezu nicht mehr wahrgenommen werden kann. Wird so ein Fahrzeug zusätzlich mit Biodiesel betreiben, welcher praktisch schwefelfrei ist, was eine optimiale funktion des oxi-kats bewirkt, kann nicht einmal direkt am auspuff irgendein Geruch wahrgenommen werden (auf jeden Fall dann, wenn der Motor NICHT in Vollast betrieben wird).

Weiters möchte ich auf den Beitrag Partikelausstoss von TU-Wien hinweisen.